Geeignete Untergründe
Holz, Holzwerkstoffe, Eisen, Stahl, Zink, Aluminium, Kupfer, Hart-PVC, mineralische Untergründe wie Putz, Beton, Faserzement und tragfähige Altbeschichtungen.
Nicht für eloxiertes Aluminium. Der Untergrund muß sauber, fest, tragfähig, trocken und frei von trennenden Substanzen sein.
Die Holzfeuchte darf bei Laubhölzern im Mittel 12 % und bei Nadelhölzern im Mittel 15 % nicht überschreiten.
Untergrundvorbereitung
Holzbauteile
Holzoberflächen in Faserrichtung schleifen, gründlich reinigen und austretende Holzinhaltsstoffe wie z.B. Harze und Harzgallen entfernen. Scharfe Kanten brechen (siehe auch BFS-Merkblatt Nr. 18).
Eisen, Stahl
Eisen und Stahlflächen gründlich reinigen, besonders Öl- und Fettrückstände z.B. mit Nitroverdünnung restlos entfernen. Rost und Walzhaut/Zunder mit geeigneten Verfahren bis auf die metallisch blanke Metalloberfläche entfernen (z.B. durch schleifen oder strahlen). Nach dem Entrosten sofort Korrosionsschutz (783) auf den trockenen Untergrund aufbringen.
Zink, Hart-PVC
Ammoniakalische Netzmittelwäsche mit Schleifpad nach BFS Nr. 5 u. 22.
Aluminium, Kupfer
Mit Nitroverdünnung oder phosphorsaure Reinigung mit Schleifpad nach BFS-Merkblatt Nr. 6.
Altanstriche
Altanstriche anschleifen und/oder anlaugen. Nicht tragfähige Altanstriche entfernen. Altanstriche immer auf Verträglichkeit prüfen.
Auftragsverfahren
Verarbeitung:
Vor Gebrauch Dose mind. 1 Minute gründlich schütteln. Die innenliegende Metallkugel muß hörbar sein. Spritz abstand zur Bauteiloberfläche 20–30 cm. Flächen gleichmäßig dünn im Kreuzgang spritzen. Verwinkelte Bauteile zunächst dünn vorspritzen (annebeln) und nach dem Antrocknen des Lackes (ca. 5 Minuten) fertig spritzen.
Beschichtungsaufbau
| Beschichtungsaufbau (Buntlack) |
| Untergrund |
Einsatz |
Untergrund-
vorbereitung |
Imprägnierung |
Grundierung |
Zwischen-
beschichtung |
Schluß-
beschichtung |
Holz,
Holzwerkstoffe |
innen |
schleifen |
– |
Capalac
Disbocolor 781 |
– |
Capalac Weiß- oder Buntlacke |
| Holz |
außen |
BFS Nr. 18 |
Capalac Holz-Imprägniergrund |
Capalac
Disbocolor 781 |
Capalac
Disbocolor 781* |
| Eisen, Stahl |
innen |
entrosten/reinigen |
– |
Capalac
Metallgrund 783 |
– |
| |
außen |
entrosten/reinigen |
– |
2x Capalac
Disbocolor 783 |
Capalac
Disbocolor 781 |
| Zink |
innen/
außen |
BFS Nr. 5 |
– |
Capalac
Metallgrund 783 |
– |
Aluminium/
Kupfer |
innen/
außen |
BFS Nr. 6 |
– |
Capalac
Disbocolor 781 |
– |
| Hart-PVC |
innen/
außen |
BFS Nr. 22 |
– |
Capalac
Disbocolor 781 |
– |
| mineralische Untergründe wie Putz, Beton, Faserzement u.a. |
innen/
außen |
reinigen |
– |
Caparol
Dupa-grund |
Capalac
Disbocolor 781 |
Tragfähige
Altanstriche |
innen/außen |
anschleifen/anlaugen |
Schadstellen entsprechend den jeweiligen
Untergründen vorbereiten und grundieren |
ggf. Capalac
Disbocolor 781 |
* Auf maßhaltigen Holzbauteilen ist gemäß BFS-Merkblatt Nr. 18 eine zweifache Zwischenbeschichtung erforderlich.
Hinweis: Bei Pulverbeschichtungen und Coil-Coating-Beschichtungen und anderen kritischen Untergründen vorab unbedingt Probeflächen anlegen und Haftung prüfen. Beschichtungen grundsätzlich auf Verträglichkeit prüfen. |
Beschichtungsaufbau (Klarlack):
Im Außenbereich: 2–3 Capalac Disboklar 782 (ohne Holzschutz und ohne UV-Schutz)
Im Innenbereich: 1–2 Capalac Disboklar 782
Als Versiegelung: auf vorhandene Lackierungen nach Verträglichkeitsprüfung 1–2 x Capalac Disboklar sowohl im Außen- wie im Innenbereich
Verbrauch
Ca. 1,2 m2/Dose.
Der Verbrauchswert ist ein Anhaltswert, der je nach Bauteilbeschaffenheit erheblich abweichen kann.
Verarbeitungsbedingungen
Umluft- und Untergrundtemperatur:
Mind. 5 °C
Die Materialtemperatur sollte 18–22 °C betragen.
Trocknung/Trockenzeit
| Bei 20 °C und 65 % relativer Luftfeuchtigkeit. |
staubtrocken |
regenbelastbar |
überstreichbar |
| nach Stunden |
20 Min. |
40 Min. |
6 Std. |
Bei niedrigeren Temperaturen und höherer Luftfeuchtigkeit verzögern sich die Trocknungszeiten.
Werkzeugreinigung
Nach Gebrauch Dose mit dem Dosenboden senkrecht nach oben umdrehen und durch kurzen Druck auf die Düse Ventil leersprühen bis kein Material mehr austritt. Verstopfte Sprühköpfe abziehen und mit einer Nadel reinigen. Schutzkappe wieder aufsetzen.