Geeignete Untergründe
Max. 12 % Holzfeuchte bei begrenzt maßhaltigen und nicht maßhaltigen Bauteilen im Innenbereich
gemäß BFS-Fachregeln Nr. 18.
Beschichtete und unbeschichtete Holzbauteile im Innenbereich:
Haftung, Absperrwirkung und Anstrichverträglichkeit vorher durch Testbeschichtung prüfen.
Das Absperren von Holzinhaltsstoffen kann nicht in jedem Fall zugesichert werden. Im Einzelfall kann es bei größeren Mengen und besonders löslichen Holzinhaltsstoffen auch nach zweimaliger Beschichtung zu Verfärbungen kommen. Eine Testbeschichtung ist daher insbesondere bei Tropenhölzern und sehr astreichen Holzqualitäten sinnvoll.
Untergrundvorbereitung
Die Holzoberflächen müssen vor dem Beschichten von Staub, Schmutz, Harzgallen, Fetten, Ölen usw. gereinigt werden. Schleifstaub oder lose Reste von Altanstrichen gründlich abbürsten. Silikonreste führen zu Verlaufstörungen.
Neue Holzbauteile
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Glatte und gehobelte Holzoberflächen gründlich reinigen. Austretende Holzinhaltsstoffe wie z. B. Harze und Harzgallen entfernen. Bei Bedarf in Faserrichtung anschleifen. |
| Renovieranstriche |
Altbeschichtung anschleifen und gründlich reinigen. Nicht tragfähige Altbeschichtung bis auf das Holz vollständig entfernen. |
Auftragsverfahren
Unverdünnt anwenden und nicht mit anderen Produkten mischen.
Pinsel, Spritz- und Sprühapplikation, kurzflorige Lackierwalze.
| Neues Holz |
Mindestens zweimal unverdünnt streichen, Erstauftrag allseitig ausführen. |
| Renovieranstriche |
1 – 2 x unverdünnt streichen. Zwischenschleifen nach dem ersten Auftrag nur wenn unbedingt erforderlich. Schleifstaub nicht einatmen. Anschließend noch 1 - 2 x unverdünnt beschichten. |
Bei der Spritzapplikation zusätzliche Vorgaben zur persönlichen Schutzausrüstung beachten. Hinweise dazu im Sicherheitsdatenblatt.
Hinweise für den Spritzauftrag:
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Düse |
Spritzwinkel |
Druck |
Verdünnung |
| Airless |
0,008 - 0,010 Inch |
30° - 60° |
ab 180 bar |
unverdünnt |
Wagner XVLP
FinishControl
5500 |
NAST-Frontend blau |
- |
volle Luftmenge |
ca. 10 % mit Wasser |
Graco Capacryl
NAST HVLP
Spray |
Edge 2 NAST |
- |
max. |
ca. 10 % mit Wasser |
Verbrauch
Streichauftrag auf glatten Holzoberflächen:
Ca. 100 – 130 ml/m2
Streichauftrag auf sägerauen Holzoberflächen:
Ca. 150 – 230 ml/m2
Die Beschaffenheit des Untergrundes und die Holzfeuchtigkeit beeinflussen den Verbrauch. Exakte Verbrauchswerte sind nur durch vorherige Probebeschichtung zu ermitteln.
Verarbeitungsbedingungen
- Material-, Umluft- und Untergrundtemperatur: mind. 5 °C (günstiger Bereich: 10 bis 25 °C)
- Relative Luftfeuchte: ≤ 80 %
Trocknung/Trockenzeit
Bei 23 °C und 50 % relativer Luftfeuchtigkeit:
- Grifffest: ca. 8 - 10 h
- Überstreichbar: ca. 12 - 16 h
Für das wirkungsvolle Absperren der Holzinhaltsstoffe ist eine ausreichende Trockenzeit der einzelnen Beschichtungen von mindestens 12 Stunden erforderlich.
Die Trockenzeiten sind stark abhängig von der Aufbringmenge und den Trocknungsbedingungen.
Bei niedrigeren Temperaturen und höherer Luftfeuchtigkeit oder geringem Luftwechsel verzögert sich die Trocknung.
Werkzeuge
Am besten eigenen sich für den Auftrag Pinsel mit Kunststoffborstenmischungen. geeignet hier für sind z.B. M-Plus Flachpinsel Lasur Plus, Mesko M4 oder vergleichbaren Pinseltypen.
Werkzeugreinigung
Nach Gebrauch mit Wasser und ggf. Netzmittel (Spülmittel) reinigen und entsprechend dem Sicherheitsdatenblatt entsorgen. Es wird das Tragen von Nitril Handschuhen empfohlen.
Hinweis
Durch den auch im Innenbereich vorkommenden Feuchtewechsel der Raumluft kommt es an Holzdecken zu Quell- und Schwindbewegungen. So können insbesondere in der Heizphase unbeschichtet Bereiche zum Vorschein kommen, die zuvor verdeckt waren. Bei ineinander geschoben Holzbauteilen, wie z. B. Nut- und Federbrettern kann es darüber hinaus zur Blockbildung kommen. Dabei werden zwei oder mehrere Bretter durch den Lack miteinander verklebt, so dass beim Feuchtewechsel ein Riss im Federbereich oder im Brett entstehen kann. Das ist handwerklich nicht vermeidbar.
Wasserbasierte Bindemittel besitzen thermoplastische Eigenschaften. Das heißt, auch trockene Beschichtungen können bei höheren Temperaturen unter Belastung miteinander verkleben. Beim Vorliegen dieser Möglichkeit geeignete Maßnahmen beim Lagern oder Verpacken beschichteter Teile, z.B. durch Zwischenlagen aus Papier oder Kunststofffolien, treffen. Bei beschichteten maßhaltigen Bauteilen (Fenster oder Außentüren) nur weichmacherfreie Dichtungen verwenden und "Lack-auf-Lack-Flächen" vermeiden.
Weitere Informationen zum Thema Holzschutz und Wartungsintervalle entnehmen Sie dem CapaWood Chronographen.