Bei der Verarbeitung von DisboFLOOR® W 401 1K-Acryl-Ölauffangwannenfarbe sind die Auflagen des allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnisses zu beachten. Das allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnis ist unter www.disbon.de abrufbar.
Die Beschichtungsarbeiten sind von einem Fachbetrieb gemäß § 62 der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) vom 18.04.2017 (BGBl. I, 2017, Nr. 22, S. 905 ff.) auszuführen. Ausnahmen von der Fachbetriebspflicht regelt § 45 der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV).
Nach Fertigstellung der Beschichtung ist an gut sichtbarer Stelle ein Schild mit Angaben zu Beschichtungsstoff, Ausführungsdatum und Verarbeiter anzubringen. Entsprechende Schilder können bei DISBON angefordert werden.
Geeignete Untergründe
Beton, Putz und Estrichflächen in Auffangwannen und Auffangräumen im Innenbereich, die folgende Mindestanforderungen erfüllen:
- Beton (C20/25)
- zementgebundener Putz (CS III/CS IV bzw. P III)
- zementgebundener Verbundestrich CT (C25/F4)
Der Untergrund muss eben, trocken, tragfähig, formstabil, fest, frei von losen Teilen, Staub, Ölen, Fetten und sonstigen trennend wirkenden Substanzen sein.
Die Oberflächenzugfestigkeit des Untergrundes muss im Mittel min. 1,0 N/mm2 betragen. Der kleinste Einzelwert darf 0,8 N/mm2 nicht unterschreiten.
Die zulässige Restfeuchte beträgt bei Beton und Zementestrich maximal 4 CM-%.
Untergrundvorbereitung
Der Untergrund ist durch geeignete mechanische Verfahren, wie z.B. Diamantschleiftechnik, vorzubereiten. Nicht ausreichend tragfähige Schichten und Verschmutzungen müssen entfernt werden. Poren und Lunker sind zu öffnen, der Untergrund muss eine feinraue Struktur aufweisen.
Materialzubereitung
Das Material ist gebrauchsfertig. Vor der Verarbeitung gründlich aufrühren.
Auftragsverfahren
Je nach Anwendung mit Pinsel oder mittelfloriger Walze.
Beschichtungsaufbau
Grundierung
DisboFLOOR® W 401 verdünnt mit 30 Vol.-% Wasser auftragen
Versiegelung
Zwischen- und Schlussanstrich unverdünnt auftragen.
Aufeinanderfolgende Anstriche sind zur Vermeidung von Fehlstellen mit unterschiedlich eingefärbten Anstrichstoffen auszuführen. Um die Anzahl der aufgetragenen Schichten deutlich sichtbar zu machen, sind an den Seitenwänden der 2. und die weiteren Anstriche nur so weit hochzuführen, dass vom vorherigen Anstrich ein Streifen von jeweils etwa 1 cm Breite unüberstrichen bleibt.
Verbrauch
| Ölauffangwannenbeschichtung |
| Grundierung |
ca. 325 ml/m2 30% wasserverdünnt
(250 ml/m2 + 75 ml/m2 Wasser) |
| 1. Deckanstrich |
ca. 300 ml/m2 unverdünnt |
| 2. Deckanstrich |
ca. 300 ml/m2 unverdünnt |
Um die geforderte Gesamttrockenschichtdicke von 0,30 mm zu erreichen,
werden für die Gesamtbeschichtung mindestens 850 ml/m2 unverdünnten Anstrichstoffes
benötigt.
Verarbeitungsbedingungen
Die Werkstoff-, Umluft- und Untergrundtemperatur muss mindestens 5 °C betragen und darf 30 °C nicht überschreiten.
Die relative Luftfeuchtigkeit darf 90 % nicht überschreiten. Die Untergrundtemperatur muss immer mindestens 3 °C über der Taupunkttemperatur liegen.
Während der Trocknungsphase für ausreichende Be- und Entlüftung sorgen, da durch das Verdunsten des enthaltenen Wassers die Luftfeuchtigkeit ansteigen kann. Zugluft vermeiden.
Trocknung/Trockenzeit
Bei 20 °C und 60 % relativer Luftfeuchtigkeit nach ca. 8 Stunden begeh- und überarbeitbar, nach ca. 7 Tagen vollständig mechanisch und chemisch belastbar.
Bei niedrigen Temperaturen entsprechend länger. Während des Aushärtungsprozesses aufgetragenes Material vor Feuchtigkeit schützen, da sonst Oberflächenstörungen und Haftungsminderungen auftreten können.
Werkzeugreinigung
sofort nach Gebrauch und bei längeren Arbeitsunterbrechungen mit Wasser.